Filmprojekt.

Unser Bild von kleinen Männern ist klischiert

Doch schlummert nicht in jedem Klischee auch ein Funke Wahrheit? Grosse Männer haben Erfolg, kleine Männer Probleme. Der Luzerner Regisseur Fabian Biasio setzt sich in seinem Film auch mit seinen eigenen 165 Zentimetern auseinander.

Auf Augenhöhe.

Was sagt die Körpergrösse eines Mannes über seinen Charakter aus – und warum glauben wir das überhaupt? «Kleine Männer – Klischees auf Augenhöhe» untersucht ein altes Klischee mit neuer Dringlichkeit. Der Film begleitet Familien, deren Kinder eine hormonelle Wachstumstherapie durchlaufen, Männer, die in Istanbul ihre Beine chirurgisch verlängern lassen, und Singles, die beim Dating an einer Filterfunktion scheitern.

Der Hormonexperte Urs Eiholzer erklärt, warum wenige Zentimeter im Leben eines Jungen enorme Auswirkungen haben können. Die Psychologin Monika Kozłowska zeigt, wie eng Selbstwert, Körperbild und sozialer Druck miteinander verwoben sind. Und Partnervermittlerin Andrea Klausberger verrät, was kleine Männer tun können, um in einer oberflächlichen Welt sichtbar zu bleiben.

Regisseur Fabian Biasio führt durch diese Welt als Beobachter und Betroffener. Mit leiser Ironie und offenem Blick stellt er fest: Klein zu sein ist nicht das Problem. Das Problem sind die Erwartungen, Zuschreibungen und blinden Flecken der Gesellschaft.

Der Film verbindet persönliche Geschichten, wissenschaftliche Erkenntnisse und gesellschaftliche Reflexion zu einem unaufgeregten, aber eindringlichen Porträt einer oft übersehenen Realität – und stellt die Frage: Können wir lernen, Menschen wirklich auf Augenhöhe zu sehen?

Körpergrösse als soziales Handicap

Zahlreiche internationale Studien zeigen: Kleine Männer verdienen weniger, finden seltener eine Partnerin und erleben häufiger Zurückweisung. Was für viele wie ein oberflächlicher Faktor klingt, prägt Biografien – manchmal lebenslang.

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